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Augenschutz

                    

Schweißen, Arbeiten mit infektiösem Material oder bei intensiver Sonneneinstrahlung: Im beruflichen Umfeld lauern viele Gefahren für die Augen. Durch einen Augenschutz werden Verletzungen vermieden. Lesen Sie, auf was Sie beim Kauf achten sollten.  

Augenschutz: Schützen Sie Ihre Augen vor Verletzungen

In vielen Arbeitsbereichen ist der Schutz der Augen unerlässlich, um ernsthafte Verletzungen zu verhindern. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Schäden am Auge durch einen geeigneten Augenschutz vermeiden. Zudem beschreiben wir grundlegende Kaufkriterien und welche Möglichkeiten es für Brillenträger gibt. 

Augenschutz, Gebotszeichen
Gebotszeichen für das Tragen eines Augenschutzes.

Warum einen Augenschutz tragen?

Gerade Menschen, die keine Brillenträger sind, empfinden das Tragen eines Augenschutzes oftmals als ungewohnt oder als Einschränkung. Allerdings lohnt es sich, in den Schutz der Augen zu investieren. Denn die Verletzung kann schmerzhaft sein und in vielen Fällen zu langfristigen Beeinträchtigungen des Sehvermögens führen. Je nach Art der Verletzung sind die Folgen beispielsweise:  

  • Schädigungen von Netzhaut, Hornhaut und Linse  
  • Entzündungen von Bindehaut, Hornhaut und Aderhaut
  • Verbrennungen der Netzhaut
  • Trockene Augen 
  • Grauer Star 
  • Dauerhafte Beeinträchtigung des Sehvermögens oder Erblindung

Arten der Gefährdung

Augenschutz, Arbeit
Ein Augenschutz ist an vielen Arbeitsplätzen empfehlenswert.

Im Arbeitsumfeld ist das Tragen eines Augenschutzes durch verschiedene Verordnungen geregelt. Hier sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber verpflichtet, sich an die DGUV Regel 112-192 – Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz zu halten. Diese berücksichtigen:

  • DIN EN 166
  • Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG)
  • PSA (Persönliche Schutzausrüstung)
  • Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes

Diese Vorschriften beschreiben, wo das Tragen eines Augenschutzes Pflicht ist. 

Die DGUV Regel 112-192 definiert folgende Gefahren für das Auge:

Optisch

Gefahren: Ultraviolette/Infrarote Strahlung, Laser, Licht

Arbeitsbereiche: Schweißen, Kunststoffhärtung, Gartenarbeit, Arbeiten bei intensiver Sonneneinstrahlung, Laborarbeiten

Chemisch

Gefahren: Feste, flüssige, gasförmige Substanzen: Dämpfe, Nebel, Rauch, Säuren, Laugen

Arbeitsbereiche: Laborarbeiten

Thermisch

Gefahren: Hitze durch feste, flüssige, gasförmige Stoffe, Infrarotstrahlung; Kälte

Arbeitsbereiche: Metallverarbeitung, Kühlhäuser

Mechanisch

Gefahren: Festkörper wie Splitter, Körner; Staub

Arbeitsbereiche: Handwerk, Metallverarbeitung, Bau

Biologisch         

Gefahren: Bakterien, Viren, Sporen

Arbeitsbereiche: Laborarbeiten, beispielsweise mit
infektiösem Material oder Blutproben

Elektrisch

Gefahren: Störlichtbögen

Arbeitsbereiche: Arbeiten an elektrischen Energieverteilungsanlagen

Kaufkriterien: Varianten, Tragekomfort, Scheibentönung und Kennzeichnung

Damit Träger ihren Augenschutz nutzen, ist eine optimale Passform unabdingbar. Darüber hinaus ist die Färbung der Brillengläser und ihre Stabilität den jeweiligen Arbeitsbedingungen anzupassen, um den Schutz der Augen zu garantieren.

Augenschutz: Varianten

Man unterscheidet drei Formen von Augenschutz: Schutzbrillen, Vollsichtbrillen und Gesichtsschutzschirme. Die Modelle sind meist aus Polycarbonat gefertigt. Dieser Kunststoff ist ausgesprochen hart, schlagfest und beständig gegenüber einer Vielzahl von Materialien. Zudem lassen sich die Scheiben mit besonderen Oberflächen veredeln, sodass sie beispielsweise entspiegelt oder besonders schlaghemmend sind

Schutzbrille (Gestellbrille)

Augenschutz, Schutzbrille, Gestellbrille

Schutzbrillen gibt es mit und ohne Seitenschutz zu kaufen. Ein Seitenschutz hält mechanische Partikel und UV-Strahlung ab. Eine Schutzbrille ohne Seitenschutz garantiert somit keine vollständige Sicherheit bei gewissen Arbeiten. 

Vollsichtbrille (Korbbrille)

Augenschutz, Vollsichtbrille, Korbbrille

Vollsichtbrillen umschließen die Augen vollständig und lassen sich wie eine Skibrille mit einem Gummiband um den Hinterkopf herum fixieren. Darüber hinaus darf zwischen Wangen und Brille kein Zwischenraum entstehen, damit nichts an die Augen gelangt.

Gesichtsschutzschirm (Visier)

Augenschutz, Gesichtsschutz, Visier

Die Visiere schützen nicht nur die Augen, sondern das ganze Gesicht vor Verletzungen. Sie lassen sich sowohl mit einem Schutzhelm kombinieren als auch einzeln tragen.

Zubehör

Das passende Zubehör für Ihren Augenschutz finden Sie ebenfalls bei Conrad. Dazu zählen Brillentaschen und –etuis, Reinigungstücher und Scheibenklar-Sprays gegen das Beschlagen der Brillengläser. Auch Überbrillen und Korrektionseinsätze für Brillenträger sind beim Zubehör vertreten.

Tragekomfort

Damit der Sichtschutz seinen Träger nicht beeinträchtigt, sollte er das Sichtfeld nicht einengen oder verzerren. Druckstellen, die typischerweise auf der Nase, hinter den Ohren oder an der Stirn entstehen, sind zu vermeiden. Abhilfe schaffen eine ergonomische Form und entsprechende Polsterungen. Zudem spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle, denn gerade für Nicht-Brillenträger ist das Tragen eines Augenschutzes ungewohnt. Schutzbrillen können zwischen 19 und 70 Gramm wiegen, ein Gesichtsschutz bringt es bereits auf 160 Gramm.

Bei Vollsichtbrillen empfehlen sich ein weiches Dichtmaterial an der Innenseite des Scheibenrahmens und ein weiches, verstellbares Kopfband, denn auch hier können Druckstellen entstehen. Bei Gestellbrillen sind flache Bügel gerade in Kombination mit Helm und Gehörschutz von Vorteil. 

Augenschutz, Sanierungsarbeiten
Ein Augenschutz hält Splitter und Steinchen ab.

Scheibentönungen

Schutzbrillen haben unterschiedlich gefärbte Gläser. Von diesen sind die Lichtdurchlässigkeit, die Strahlenfilterung sowie der Grad der Farberkennung abhängig. Damit ist die Färbung der Brillengläser eines der ausschlaggebenden Elemente für den Einsatzbereich des Augenschutzes. 

Färbung Filter Lichtdurch-
lässigkeit
Farbtreue Einsatzbereich Sonstiges
Klar UV-Licht Hoch Hoch Mechanische Arbeiten ohne Blendung für Innen- und Außenbereich  
Grau UV-Licht Minimal Hoch Mechanische Arbeiten mit Blendung Verhindert Blend- und Spiegeleffekte
Gelb UV-, blaues Licht Mittel Gut Mechanische Arbeiten ohne Blendung Verstärkt Kontrast bei schwachen Lichtverhältnissen
Polarisierend UV-Licht Minimal Hoch Arbeiten mit Blendung durch Oberflächenreflexion  Schutz vor grellem Sonnenlicht und horizontaler Blendung
Grün UV-, IR-, sichtbares Licht Minimal Hoch Schweißarbeiten  
Orange UV-Licht Mittel Gut Außenarbeiten, mechanische Arbeiten bei Blendung  
I/O (Indoor/ Outddor) UV-Licht Minimal  Hoch Mechanische, wechselnde Innen- und Außenarbeiten Bei hoher Blendung und Sonneneinstrahlung, dunkelt aber nicht zu sehr ab
           

Kennzeichnung

Damit ein Augenschutz den Richtlinien des Arbeitsschutzes entspricht, muss er die DIN EN 166 erfüllen. Deren Inhalte sind auch in der DGUV Regelung 112-192 erläutert. Die vorgeschriebene Kennzeichnung umfasst alle Informationen, um den Augenschutz im richtigen Arbeitsbereich einsetzen zu können.

Die Kennzahlen dafür befinden sich sowohl auf der Sichtscheibe als auch auf dem Tragkörper (Brillenbügel) des Augenschutzes, wobei sie sich in ihrer Zusammensetzung geringfügig unterscheiden. Zur Kennzeichnung gehören diese Informationen: Schutzstufe der Filter, Identifikationszeichen des Herstellers, optische Klasse, mechanische Festigkeit und, falls zutreffend, Kurzzeichen für bestimmte Anwendungsbereiche und Eigenschaften.  

Die Kennzeichnung des Tragkörpers muss folgende Informationen enthalten: Identifikationszeichen des Herstellers, Anwendungsbereich, Nummer der EN-Norm, mechanische Festigkeit.

Auf den Sichtscheiben erfolgt die Kennzeichnung ausführlicher: Schutzstufe der Filter, Identifikationszeichen des Herstellers, optische Klasse, mechanische Festigkeit, Kurzzeichen für bestimmte Eigenschaften.

Ausnahme: Wenn Tragkörper und Gläser aus einer Einheit bestehen, ist die Kennzeichnung auf dem Tragkörper zu finden. Diese besteht aus den Informationen, die normalerweise auf den Sichtscheiben zu finden ist, gefolgt von einem Bindestrich und den Kennziffern der entsprechenden Anwendungsbereiche.

Augenschutz, Kennzeichnung
An der rechten Seite des Brillenglases ist die Kennzeichnung zu sehen.

Beispiel: 3-2,5  W   1   F

  • Schutzstufe der Filter 3-2,5: Die Brille verfügt über einen Ultraviolett-Schutzfilter von 2,5. Die Farberkennung ist gut.
  • Identifikationszeichen des Herstellers: W
  • Optische Klasse 1: Die Schutzbrille ist für alle Arbeiten mit hohen Anforderungen an die Sehleistung und langfristiges Arbeiten geeignet.
  • Mechanische Festigkeit F: Die Schutzbrille hält Stößen mit niedriger Energie stand. 

Wie schützen sich Brillenträger?

Brillenträgern ist es nicht möglich, auf einen herkömmlichen Augenschutz zurückgreifen, denn sie können in der Regel nicht auf ihre Brille (Korrektionsbrille) verzichten. Somit sind hier Modelle notwendig, die sich speziell für Brillenträger eignen.

Als kurzfristige Lösung, etwa für Besucher Ihres Unternehmens, dienen Überbrillen. Die normale Brille bleibt auf der Nase, die Überbrille lässt sich unkompliziert darüber setzen. Da die Überbrillen rundherum einen Seitenschutz haben, sind die Augen gut geschützt. Dies ist allerdings nur als Zwischenlösung zugelassen. Die Überbrillen haben Nachteile im Tragekomfort und in der Handhabung. Zudem können sie beschlagen und Doppelbilder oder Spiegelungen verursachen. 


Trägt der Brillenträger den Augenschutz regelmäßig, bieten Korrektionsschutzbrillen einen hohen Tragekomfort und sind einfach zu handhaben. Ihr Einsatz ist verbindlich. Die Schutzbrille wird mit Gläsern in der entsprechenden Sehstärke des Trägers ausgestattet. Obwohl sie einer Korrektionsbrille optisch ähnlich sind, weisen die Brillengläser eine deutlich höhere Bruchfestigkeit auf und bieten zusätzliche Sicherheit, beispielsweise durch einen Seitenschutz. Ein Augenoptiker kann bei der Wahl des Brillengestells und der Gläser der Korrektionsschutzbrille helfen. 

Augenschutz, Brillenträger, Korrektionsschutzbrille, Überbrillen
Brillenträger können sich mit einem speziellen Augenschutz absichern, hier mit einer Überbrille.

Pflege und Aufbewahrung

Generell sollten Sie sorgsam mit Ihrem Augenschutz umgehen. Nur so lassen sich Kratzer und hartnäckige Verschmutzungen vermeiden und Sie behalten langfristig einen klaren Durchblick. Zum pfleglichen Umgang gehört die Sichtprüfung vor jeder Benutzung. So sieht der Nutzer Beschädigungen oder Verschmutzungen und kann reagieren. Wird der Augenschutz nicht genutzt, ist er in einem geeigneten Behältnis aufzubewahren, um Beschädigungen zu vermeiden. Auch eine regelmäßige Reinigung trägt zur Langlebigkeit bei. Arbeiten Sie beispielsweise in einem Labor, ist unter Umständen immer wieder eine Desinfizierung für einen einwandfreien hygienischen Zustand nötig. 

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