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In nahezu allen Bundesländern ist die Rauchmelderpflicht nach einer Übergangsphase mittlerweile in Kraft getreten. Um die Installation müssen sich Eigentümer und Vermieter kümmern. Was beim Umgang mit Rauchmeldern zu beachten ist, lesen Sie in unserem Ratgeber.

 

 

Rauchmelder für mehr Sicherheit in Ihren Immobilien

Nachdem Rauchmelder in Neubauten mittlerweile in allen Bundesländern Pflicht sind, greift nach und nach ebenfalls die Rauchmelderpflicht in Bestandsbauten. Wichtig: Nicht nur vermietete, sondern auch selbst genutzte  Wohnungen und Häuser sind von dieser Regelung betroffen. Je nach Bundesland gelten Fristen, innerhalb derer Haus- und Wohnungsbesitzer nachrüsten müssen. Tun sie dies nicht, kann es teuer werden. Nach Ablauf der Frist zählt der Verzicht auf Rauchmelder als Ordnungswidrigkeit und ist abhängig vom Bundesland mit hohen Strafen belegt. In Niedersachsen werden beispielsweise Geldstrafen bis zu 50.000 Euro fällig.    

Wie viele Rauchmelder sind Pflicht?

Rauchmelder, Rauchwarnmelder, wo anbringen

Für genauere Informationen empfiehlt sich ein Blick in die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Dort sind die genauen Bestimmungen festgelegt. Ihnen allen liegt die deutschlandweit gültige Anwendungsnorm DIN 14676 „Rauchmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung – Einbau, Betrieb und Instandhaltung“ zugrunde. Diese Norm gilt für den privaten Bereich und in Zimmern mit wohnungsähnlicher Nutzung.

Rauchmelder sind laut DIN-Norm in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Rettungswege aus Aufenthaltszimmern dienen, anzubringen. Offen gestaltete Häuser mit mehreren Geschossen sollten mindestens in der obersten Etage mit einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Wichtig ist, dass Brandrauch die Melder ungehindert erreichen kann, um zum frühestmöglichen Zeitpunkt Alarm auszulösen.

Das bedeutet, dass sie mittig mit mindestens 60 Zentimetern Abstand zur Wand
waagrecht an der Decke hängen. In Zimmern mit Dachschrägen wird der Rauchmelder 50 Zentimeter unterhalb des höchsten Punktes montiert. In Küche und  Bad hingegen ist die Montage eines herkömmlichen Geräts nicht Pflicht und auch nicht sinnvoll. Aufgrund der Dampfentwicklung kann dieser öfter Fehlalarme verursachen. Soll dennoch ein Rauchmelder in Küche und Bad hängen, gibt es speziell ausgewiesene Geräte.  

Wer ist für Installation und Wartung der Melder verantwortlich?

Grundsätzlich ist der Besitzer der Wohnung oder des Hauses für die Installation der Rauchmelder zuständig, also Hausverwaltungen, Wohnbaugesellschaften oder private Eigentümer.  Diese können den Einbau übernehmen oder beispielsweise an einen Hausmeisterdienst weitergeben. 

Wer für die Instandhaltung der Melder zuständig ist, hängt vom Bundesland ab. In Hamburg oder Brandenburg sind beispielsweise die Eigentümer verantwortlich, in Bayern sind es die Mieter. Natürlich hat jeder Besitzer die Möglichkeit, die Wartung zu übernehmen. Denn die Sekundärhaftung im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht liegt weiterhin bei ihm.

Die Pflege der Rauchwarnmelder beinhaltet, dass das System einmal jährlich auf seine Funktionalität getestet wird. Dazu gehören der Batteriewechsel und die Prüfung, ob Hindernisse in der Umgebung die Aktivierung eines Alarms verzögern könnten. Außerdem
wird über die Test-Taste oder ein Testspray ein Probealarm ausgelöst und die Raucheintrittsöffnung sowie der akustische Signalgeber überprüft.

Rauchmelder, batteriebetrieben, Batteriewechsel

Mieter oder Vermieter: Wer zahlt was?

Rauchmelder, zahlt Mieter oder Vermieter, Wohnzimmer

Wer in seinen vermieteten Wohnungen oder Häusern Rauchmelder montieren lässt, kann die Kosten teilweise auf seine Mieter umlegen. Die Montagekosten lassen sich als Modernisierungsmieterhöhung abrechnen. Dies bedeutet, dass der Vermieter die Jahresmiete um elf Prozent der angefallenen Kosten anheben kann. Die Kosten für die Wartung fallen unter die Betriebskosten. Aber nur, wenn dies im Mietvertrag festgelegt ist.

Übrigens: Laut Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: VIII ZR 290/14) besteht beim Einbau von Rauchmeldern die Duldungspflicht. Das bedeutet, dass der Mieter dem Vermieter oder der von diesem beauftragten Person Zutritt zur Wohnung gewähren muss, um die Melder zu montieren. Dies gilt auch, wenn der Mieter bereits auf eigene Kosten Rauchmelder angebracht hat. Eine Einschränkung gibt es: Der Eigentümer kann nur in den vorgeschriebenen Zimmern Rauchwarnmelder anbringen lassen, also in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtwege dienen. Will er in anderen Räumen weitere Geräte installieren, kann dies der Mieter verweigern. 

Auf einen Blick: Fristen und Zuständigkeiten

Diese Tabelle zeigt zusammenfassend, welche Fristen in den Bundesländern gelten und wer für Einbau und Wartung zuständig ist: 

Bundesland            Nachrüstpflicht für Bestandsbauten bis Zuständig für Einbau    Zuständig für Wartung   
Baden-Württemberg 31.Dezember 2014 Eigentümer
Mieter
Bayern 31. Dezember 2017 Eigentümer Mieter
Berlin 31. Dezember 2020 Eigentümer Mieter
Brandenburg 31. Dezember 2020 Eigentümer Eigentümer
Bremen 31. Dezember 2015 Eigentümer Mieter
Hamburg 31. Dezember 2010
Eigentümer Eigentümer
Hessen 31. Dezember 2014 Eigentümer Mieter
Mecklenburg-Vorpommern 31. Dezember 2009 Eigentümer Eigentümer
Niedersachsen 31. Dezember 2015 Eigentümer Mieter
Nordrhein-Westfalen 31. Dezember 2016 Eigentümer Mieter
Rheinland-Pfalz 12. Juli 2012 Eigentümer Eigentümer
Saarland 31. Dezember 2016 Eigentümer Eigentümer
Sachsen keine Regelung Eigentümer Mieter
Sachsen-Anhalt 31. Dezember 2015 Keine Angabe Keine Angabe
Schleswig-Holstein 31. Dezember 2010 Eigentümer Keine Angabe
Thüringen 31. Dezember 2018 Eigentümer Eigentümer

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Die zugrundeliegende Funktionsweise eines Rauchwarnmelders basiert auf dem Streulichtprinzip. In dem Gerät befindet sich eine lichtdichte Rauchkammer. Darin sendet ein Lichtsender (1) dauerhaft einen Lichtstrahl (3) aus. Gelangt  Rauch (4) in die Rauchkammer, brechen die Rauchpartikel den Lichtstrahl und werfen ihn zurück auf den Lichtempfänger (2). Der Alarm ertönt mit einer vorgeschriebenen Lautstärke von mindestens 85 dB, gemessen in einer Entfernung von drei Metern. Um Fehlalarme zu vermeiden, wertet ein Microcomputer in höherwertigen Rauchwarnmeldern den Rauch aus. So reduziert sich das Risiko eines Fehlalarms wie durch Zigarettenrauch. Das Insektengitter (6) verhindert einen Fehlalarm durch Insekten, die den Lichtstrahl reflektieren könnten. 

Rauchmelder, Funktion, Streulichtprinzip

Zertifizierung für Rauchwarnmelder

Die Auswahl an Rauchmeldern ist groß und die Preisunterschiede enorm. Für welche Produkte Sie sich entscheiden, hängt von Einsatz und Nutzen des Geräts ab. Allerdings sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass der Rauchmelder zertifiziert ist. Folgende Zertifikate garantieren, dass Fachleute das Gerät ausreichend hinsichtlich Sicherheit und technischer Attribute geprüft haben. 

 Qualitätslabel Q:

Mit diesem Label sind Rauchwarnmelder gekennzeichnet, die sich in Testverfahren über das Standardmaß hinaus als besonders sicher und zuverlässig präsentieren. Dies gilt hinsichtlich Langlebigkeit, Reduktion der Fehlalarme, erhöhte Stabilität gegen mechanische Einwirkungen und fest verbaute 10-Jahres-Batterie. Die strengen Prüfungen führen entweder der VdS oder der TÜV Kriwan durch. 

 VdS:

Der VdS ist eine anerkannte Institution für Unternehmenssicherheit, unter anderem mit dem Schwerpunkt Brandschutz. Er testet diverse Anlagen und Geräte aus der Sicherheits- und Brandmeldetechnik und vergibt entsprechende Prüfsiegel.

Rauchmelder, Zertifizierung, Q, VdS, Kriwan
Rauchmelder, Zertifizierung, VdS, Logo

TÜV Kriwan:

Das Kriwan Testzentrum ist auf die Prüfung und Zertifizierung von Brandmeldetechnik spezialisiert. Deren Prüfsiegel ist qualitativ gleichwertig zum VdS-Zertifikat.

DIN EN 14604:

Die europäische Produktnorm legt alle Anforderungen an Rauchmelder fest, damit sie für den Verkauf in Europa zugelassen werden. Deshalb dient sie als Basis für alle offiziellen Prüfungen. 

Rauchmelder, Zertifizierung, Kriwan Testzentrum, Logo

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Stromversorgung: Kabel oder Batterie?

Rauchmelder mit Stromversorgung über Kabel eignen sich für Neubauten oder sanierte Gebäude, weil sich die Kabel ohne hohen Zusatzaufwand unter Putz verlegen lassen. Darüber hinaus macht es Sinn, wenn die Melder an eine Alarmanlage oder mit anderen Geräten zusammengeschlossen werden sollen.

Entscheiden Sie sich für batteriebetriebene Rauchmelder in ihren bestehenden Räumlichkeiten, wählen Sie am besten solche mit fest verbauten Langzeitbatterien. Diese halten fünf, zehn oder zwölf Jahre und können nicht ausgebaut werden. Vorteil ist, dass häufiger Batteriewechsel nicht nötig ist, was gerade in vermieteten Immobilien mit einem hohe  Aufwand verbunden sein kann.

Wann sind vernetzte Rauchwarnmelder sinnvoll?

Vernetzte Rauchmelder lassen sich entweder per Kabel oder per Funk miteinander verbinden und sind jederzeit erweiterbar, zum Teil bis auf 35 Melder. Sobald ein vernetzter Rauchwarnmelder Alarm auslöst, ertönt bei allen anderen erreichbaren Rauchmeldern im gleichen Netzwerk ebenfalls ein Alarmsignal. Gerade für mehrstöckige Häuser sowie für Mehrfamilienhäuser bietet sich dieses System an. Auf diese Weise warnt das System alle Bewohner, die sich im Gebäude befinden. Brände in wenig frequentierten Räumen wie Waschküche oder Keller werden schneller entdeckt.

Kaskadierbare Funkrauchmelder haben eine deutlich höhere Reichweite. Diese Funkrauchmelder leiten den Alarm von Gerät zu Gerät weiter.

Rauchmelder oder Hitzemelder?

Klassische Rauchmelder sind aufgrund ihres Auslösemechanismus die bessere Wahl für Zimmer ohne feuchte Wärme oder Partikelbelastung. Dazu zählen Wohnräume, Flure, Schlaf- und Kinderzimmer.

Spezielle Rauchmelder oder Hitzemelder bieten sich für Küche, Garage oder Bad an. Für private oder kleingewerbliche Werkstätten sind sie geeignet, wenn keine regelmäßigen Schleif-, Gas-, Schweiß oder Sägearbeiten anfallen. Hitzemelder reagieren nämlich nicht auf Partikel in der Luft, sondern auf hohe Temperaturen und ungewöhnlich schnelle Temperaturanstiege.

Zusätzliche Funktionen: Notlicht, Test-Taste, Batteriewechselanzeige

Viele Rauchmelder verfügen über zusätzliche Funktionen:

Notlicht: Einige Rauchmelder haben ein Notlicht, das der Orientierung im Brandfall dient. Sobald das Gerät Alarm auslöst, weist das Licht den Weg aus dem Raum. 

Test-Taste: Diese Taste direkt am Gerät dient genauso wie das Test-Spray dazu, die Funktionalität zu prüfen.

Batteriewechselanzeige: Ein akustisches oder optisches Signal warnt Sie bei nachlassender Batteriespannung rechtzeitig. So haben Sie ausreichend Zeit, um neue Batterien oder ein neues Gerät zu besorgen. 

Rauchmelder, wer ist für Wartung und Installation verantwortlich
Rauchmelder, Magnetbefestigung, Installation ohne Bohren

Zubehör für Rauchmelder

Für die Montage und Instandhaltung gibt es diverses Zubehör: 

Rauchwarnmelder-Testspray: Damit lässt sich bei der jährlichen Wartung der Rauchmelder ein Probealarm auslösen. So testen Sie die einwandfreie Funktionsweise Ihres Gerätes.

Magnet-Befestigung: Ein einfaches Montagesystem ohne Bohren bietet die Befestigung per Magnet. So lassen sich Rauchwarnmelder zum Beispiel leicht an Betondecken installieren. Zudem sind sie zur Pflege jederzeit abnehmbar.