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GWG-Grenzen

Mit Technik Steuern sparen

 

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 Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) abschreiben und Steuern sparen*

An den Regelungen und der Definition eines geringwertigen Wirtschaftsgutes, kurz GWG, hat sich im letzten Jahr nichts geändert. In den Jahren zuvor war jedoch einiges in Bewegung. 2008 wurde die sogenannte Pool-Abschreibung eingeführt. GWG im Nettobeschaffungswert* von 150,01 bis 1.000,00 Euro durften damit nur noch bis 150,00 Euro sofort, darüber hinaus über 5 Jahre abgeschrieben werden. Seit 2010 gilt die Obergrenze von 410,00 Euro ohne Umsatzsteuer für die Sofortabschreibung. Die Pool-Abschreibung bleibt allerdings weiter bestehen.

Was sind GWG (geringwertige Wirtschaftsgüter)?

Geringwertige Wirtschaftsgüter sind Gegenstände des Anlagevermögens von Unternehmen, die

  • beweglich
  • abnutzbar
  • selbstständig benutzbar sind
  • und deren Nettobeschaffungswert* zwischen 150 € und 1.000 € liegt
     

Gegenstände, die diese Voraussetzungen erfüllen, können als GWG sofort abgeschrieben werden. Beispiele: Eine Schreibtischleuchte ist selbstständig nutzbar und deshalb ein GWG. Eine Tonerkassette ist Ersatzteil für einen Bürodrucker, also nicht selbstständig nutzbar und somit auch kein GWG. Ein Computerdrucker gilt als Teil einer Computeranlage, da er ohne Computer nicht selbstständig benutzbar ist. Er ist also nur zusammen mit einem gleichzeitig angeschafften Computer als GWG abschreibbar (Grenzen beachten). Handelt es sich jedoch um ein Multifunktionsgerät mit Kopier- und/oder Fax-Funktion, so wäre er auch eigenständig nutzbar und somit wieder als einzelnes GWG zu werten.

Was Sie für 2017 über GWG wissen müssen

Alle Anschaffungen die deren Nettobeschaffungswert* 150,00 Euro nicht übersteigt, sind keine GWG und können ganz normal als Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Anschaffungen im Nettobeschaffungswert* von über 1.000 Euro müssen regulär nach AfA-Tabelle abgeschrieben werden.

Es bestehen vier Abschreibungsmöglichkeiten nebeneinander:

1. Nettobeschaffungswert* bis 150,00 €

sofortige Betriebsausgabe, ohne Aufzeichnungspflicht im gesonderten Verzeichnis oder Abschreibung nach §7 EstG über die Nutzungsdauer gemäß AfA-Tabelle

2. Nettobeschaffungswert* 150,01 bis 410,00 €

Sofortabschreibung nach §6 Abs.2 EStG oder Pool-Abschreibung nach §6 Abs. 2a EStG oder Abschreibung über Nutzungsdauer nach §7 EstG AfA-Tabelle mit Aufzeichnungspflicht im gesonderten Verzeichnis

3. Nettobeschaffungswert*150,01 bis 1.000,00 €

Pool-Abschreibung mit Aufzeichnungspflicht in gesondertem Verzeichnis nach §6 Abs. 2a EStG oder Abschreibung über Nutzungsdauer nach §7 EstG AfA-Tabelle mit Aufzeichnungspflicht im gesonderten Verzeichnis

4. Nettobeschaffungswert* 1.000,01 €

Hier gibt es nur noch die Abschreibungsmöglichkeit nach §7 EstG über die Nutzungsdauer gemäß AfA-Tabelle mit Aufzeichnungspflicht im gesonderten Verzeichnis

Zu beachten: Bei GWG zählt immer der Nettobeschaffungswert*. Das gilt auch für Kleinunternehmer, die keinen Vorsteuerabzug vornehmen.

*Dieser Nettobeschaffungswert berechnet sich wie folgt:
 

Bruttopreis

- 19% MwSt. (ggf. 7% MwSt.)

- Skonto und Rabatte

- Zuschüsse

- Rücklagen für Ersatzbeschaffung

- Investitionsabzugsbetrag

 = Nettobeschaffungswert                                                                      

 (Quelle: Haufe.de)

Welche Abschreibungsmöglichkeit passt am besten?

Da sich jedes Unternehmen bei der Abschreibung von GWG auf ein Verfahren festlegen muss, ist sorgfältig zu rpüfen, welche Alternative, die günstigere ist.

TIPP: Je nach Menge der angeschafften GWG und Gewinnerwartung kann die Pool-Abschreibung die günstigere Alternative sein!

Beispiele:

1) Ein Unternehmen schafft für seine Mitarbeiter 10 Bürostühle im Wert von je 390,00 €* an. Mit der Sofortabschreibung kann das Unternehmen im Veranlagungszeitraum 3.900,00 € ansetzen. 



2) In einem Unternehmen wurde ein Bürostuhl für 440,00 €* angeschafft. Hat sich das Unternehmen für die Sofortabschreibung entschieden, muss der Stuhl über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden - diese beträgt aktuell nach AfA 13 Jahre für Büromöbel. Hat sich das Unternehmen aber für die Pool-Abschreibung entschieden, kann es den Stuhl mit allen anderen im Veranlagungszeitraum angeschafften GWG in einem Zeitraum von 5 Jahren abschreiben.



3) Ein Unternehmer will sich einen Laptop anschaffen. Zur Auswahl stehen das Einstiegsmodell für 950,00 €* und das   besser ausgestattete Profimodell für
1.800,00 €*. Fällt die Entscheidung auf das Einstiegsmodell, so kann der
Unternehmer in 5 Jahren jeweils 190,00 € absetzen. Fällt die Entscheidung
auf den Profilaptop, ist dies kein GWG und wird über die Nutzungsdauer der AfA-Tabelle abgeschrieben. Diese sieht für Personal Computer aktuell eine Nutzungsdauer von 3 Jahren vor. Im Ergebnis kann der Unternehmer in diesem Fall bei linearer Abschreibung 600,00 € pro Jahr geltend machen. 

TIPP: Ob sich bei etwas höherpreisigen Anschaffungen die Pool-Abschreibung lohnt, hängt im Einzelfall auch von der jeweiligen Nutzungsdauer gemäß der anwendbaren AfA-Tabelle ab. Nähere Infos und AfA-Tabellen finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums. 

Hinweis: Bei der vorstehenden Darstellung handelt es sich um unverbindliche Empfehlungen zur allgemeinen Information, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und im Übrigen ohne jegliche Gewähr. In jedem Fall sollten Sie zu Abschreibungsfragen im Detail Ihren Steuerberater konsultieren.

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